In Intervallschritten üben
Neben Random und Quintenzirkel kannst du in TwelveTones dieselbe Idee in festen Intervallen durch alle zwölf Tonarten führen: chromatisch, in Ganztönen, kleinen oder großen Terzen. Der Grundton bestimmt, wo die Liste beginnt.
Warum Intervalle statt nur den Zirkel?
Der Quintenzirkel ist ein starkes Raster — aber viele Übungen leben von anderen Schrittweiten. Chromatik trainiert engste Nachbarn. Ganztöne und Terzen tauchen in Skalen, verminderten und übermäßigen Akkorden und in Jazz-Linien auf. Wer nur C–G–D–A kennt, kennt die Tonarten noch nicht in diesen Pfaden.
Die Schrittfolgen im Tool
- ½ — chromatisch, z. B. ab C: C, C♯, D, D♯, E, F, F♯, G, G♯, A, A♯, B
- WT — Ganzton, dann der zweite Ganztonzyklus: C, D, E, F♯, G♯, A♯, danach C♯, D♯, F, G, A, B
- m3 — kleine Terz in drei verminderten Vierergruppen
- M3 — große Terz in vier übermäßigen Dreiergruppen
- 4ths / 5ths — Quart- und Quintenzirkel, wie bisher
Intervalle, die die Oktave nicht in einem Zug füllen, werden aneinandergereiht. So bleiben es immer zwölf Tonarten zum Abhaken — nur die Reihenfolge folgt dem Intervall.
Grundton und Richtung
Unter den Modi liegt die Startton-Leiste. Tippe z. B. E♭, und die Sequenz beginnt dort; Vorzeichen folgen der Schreibweise des Starttons. Im Random-Modus ist der Grundton deaktiviert, weil die Liste gemischt wird. Bei ½, WT, m3 und M3 sitzt neben dem Intervall ein Sortier-Icon (▲▼): ein Tipp kehrt die Schrittfolge um. Abwärts kommen Bs (C–B♭ statt C–A♯). Random, 4ths und 5ths brauchen das Icon nicht.
Transpositionsreihe
Mit dem Schalter Transpositionsreihe blendest du unter jeder Tonart eine zweite Zeile ein — dieselbe Reihenfolge, verschoben um ein Intervall innerhalb der Oktave. Das ist die Referenz für transponierende Instrumente (große Sekunde für B, große Sexte für Es, Quinte für F) und zum Intervalltraining. Wähle kl2 bis gr7; das Sortier-Icon neben dem Intervall dreht die Verschiebung nach oben oder unten. Die obere Zeile bleibt die klingende Reihe, an der du abhakst.
Ein kurzes Übungsrezept
- Wähle eine kurze Übung (Skala, Arpeggio, Lick).
- Öffne TwelveTones, nimm z. B. m3 oder ½ und setze den Grundton.
- Spiele die Liste von oben nach unten; Tonarten erst abhaken, wenn sie sitzen.
- Denselben Loop später von einem anderen Grundton oder im Random-Modus.
Häufige Fragen
Was sind Intervallschritte beim Üben?
Du transponierst dieselbe Übung nicht zufällig und nicht nur im Quintenzirkel, sondern in einem festen Intervall: Halbton, Ganzton, kleine Terz, große Terz, Quarte oder Quinte. So deckst du alle zwölf Tonarten in einer anderen, musikalisch sinnvollen Reihenfolge ab.
Warum hat der Ganztonschritt nicht zwölf Töne in einem Zug?
Ein Ganztonzyklus trifft nur sechs Tonarten, eine kleine Terz vier, eine große Terz drei. TwelveTones hängt die restlichen Zyklen an, damit trotzdem alle zwölf Tonarten vorkommen — der nächste Zyklus startet beim nächsten noch nicht besuchten Halbton.
Wie setze ich den Grundton im Tool?
Öffne twelvetones.eu, wähle eine Schrittfolge (½, WT, m3, M3, 4ths oder 5ths) und tippe darunter den Startton an. Random ignoriert den Grundton. Bei ½, WT, m3 und M3 dreht das Sortier-Icon neben dem Intervall die Folge um. Fortschritt und Einstellung bleiben im Browser.
Wofür ist die Transpositionsreihe?
Unter jeder Tonart kannst du eine zweite, transponierte Zeile einblenden — etwa eine große Sekunde für B-Instrumente oder eine große Sexte für Es-Instrumente. Das Intervall wählst du frei innerhalb der Oktave; das Sortier-Icon neben dem Intervall kehrt die Richtung um.